Willkommen bei der Zen-Gruppe Bern

Zeichnung von Marco Genteki Röss: "Zen - weil es glücklich macht." www.kaikatsuan.ch
Zeichnung von Marco Genteki Röss: "Zen - weil es glücklich macht." www.kaikatsuan.ch

Sich selber den Weg leuchten

 

Die Zen-Gruppe Bern trifft sich jede Woche am Dienstag und jeden ersten Samstag im Monat zum gemeinsamen Meditieren.

 

Die drei Schätze Buddha, Dharma (die Lehre) und Sangha (die Gemeinschaft der Praktizierenden) bilden die Grundpfeiler unserer Meditationspraxis.

 

Zen-Meditation in der Soto-Tradition bedeutet: einfach Sitzen, ohne Absicht und ohne Ziel. So finden wir natürlich, automatisch und von selbst zu unserem Normalzustand zurück. (Taisen Deshimaru)

 

Die Zen-Gruppe Bern steht allen offen, welche die Zen-Meditation praktizieren wollen.

Alle, die diesen Weg kennenlernen möchten, sind herzlich eingeladen, in unserer Gruppe zu üben. Der Einstieg ist mit Zen-Erfahrung jederzeit möglich, für Anfänger/innen gibt es monatlich eine Einführung.

Zazen ist nichts Aussergewöhnliches, doch wenn das Herz Zugang zum Geist findet, hat der Geist eine ganz andere Qualität. Er wird dann wirklich grenzenlos.

 

Artikel von Zen- Lehrer Gérard Pilet, Annonay (FR)

 

"Unseren inneren Frieden erlangen heisst,, sich um den Frieden in der Welt zu kümmern"

 

„ In unserem Inneren Frieden zu erlangen, ist ein politischer Akt“ sagt der Meditationslehrer Thitsch Nhat Hanh. So überraschend diese Erklärung erst einmal scheint, so steckt in ihr doch eine tiefe Wahrheit. Wieviel Gutes sollen der Gesellschaft Aktionen bringen, die von Gier, Zorn oder Hass inspiriert sind? Die Gesellschaft ändern zu können, ohne sich selbst zu verändern ist ein Trugschluss. Jahrhunderte der Geschichte können dies belegen. Aus den Revolutionen, die in regelmässigen Abständen an diesem oder jenem Ort des Planeten aufflammen – mit der oft löblichen Absicht, die Ungerechtigkeit zu beseitigen – entstehen neue politische Institutionen, die durch das Vorhandensein der „drei Gifte“ in den Herzen der Menschen, die doch Erneuerung verkörpern sollten, sehr schnell verdorben werden. Unsere Gesellschaft braucht nicht noch mehr technologischen Fortschritt, noch mehr Kommunikationsmittel, noch schnellere Verkehrsmittel: sie braucht weniger Gier, weniger Hass, weniger Unkenntnis der wahren Natur eines jeden. Erste Pflicht eines jeden ist es, in seinem Inneren Frieden zu erlangen.

Buddha hat dafür eine Methode übermittelt:  (Meditation und die damit einhergehende Praxis des Bewusstseins.red) Es liegt an uns, sie anzuwenden. Je mehr Menschen sich dem widmen, desto günstiger wird unsere Gesellschaft verändert. Indem wir uns um uns selbst kümmern, kümmern wir uns um die Welt. Hören wir doch auf zu glauben, wir müssten uns zwischen dem Einen oder Anderen entscheiden. Beides ist so untrennbar miteinander verbunden wie Vorder- und Rückseite desselben Blattes.

 

Gerard Pilet, „regards sur le Dharma“ übers. Peter Dries, erg. Regula Siegfried.

Aus der sehr zu empfehlenden Zeitschrift: der Zeitpunkt (www. zeitpunkt.ch)